B·H·R
Deponietechnik: Geo- und umwelttechnische Fragestellungen
Ausgehend von den spezifischen Anforderungen, die in der TA Abfall und der TA Siedlungsabfall festgelegt sind, wird im folgenden auch unter Berücksichtigung der EU-Deponierichtlinie der stark verallgemeinerte Ablauf einer Deponieplanung (gefährliche Abfälle - nicht gefährliche Abfälle - Inertabfälle) dargestellt.

Geotechnische Erkundung des tieferen Untergrundes
Für die ordnungsgemäße Planung einer Deponie ist es unumgänglich, nach Überprüfung der Raumordnung eine sorgfältige Erkundung und Beschreibung des tieferen Untergrundes durchzuführen (Ausschluß der Schädigung der Biosphäre). Art und Umfang hängen insbesondere von den folgenden Kriterien ab:
  • Morphologie und Infrastruktur des Gebietes
  • Art und Verhalten der Abfälle
  • geologisch-hydrologische Situation
Für die Beurteilung und Bewertung des Untergrundverhaltens (Deponieauflager, Aufstandsfläche, Seitenbegrenzung) sind mindestens Kenntnisse (Feld- und Laboruntersuchungen) zu folgenden Schwerpunkten notwendig:
  • Charakteristik der Morphologie
  • Aussagen zur geologischen Barriere
  • tektonische Struktur
  • tieferer Untergrund (Hohlräume, lösliche Gesteine)
  • Aquifere (Richtung und Geschwindigkeit von Grundwasserströmung)
  • Erdbebengefährdung
  • evtl. sind geophysikalische Untersuchungen durchzuführen